Aggression psychologisch
Unter der Aggression versteht man gegen die eigene Person oder andere Personen gerichtete negative Emotionen , die nach einer verbalen oder physischen Abreaktion suchen. Beim Menschen tritt aggressives Verhalten in unterschiedlichen Funktionszusammenhängen auf:. Medikamente wie Piracetam , aktivierende Antidepressiva z. Clomipramin , Antiepileptika , Levodopa , Theophyllin , Coffein , Fenetyllin , Methylphenidat und Appetitzügler können die Auslösung von Aggressionen fördern.
Das gleiche gilt für Hormone wie Testosteron und L-Thyroxin. Es wurden verschiedene Theorien zur Erklärung der Entstehung von Aggressionen aufgestellt. Aus heutiger Sicht ist wahrscheinlich, dass alle Theorien beim Entstehen von Aggression eine Rolle spielen. Teilweise ist sie genetisch bedingt, teilweise erlernt. Die genauen Vorgänge sind allerdings so komplex, dass man sie bis heute nicht im Detail versteht.
Nach Sigmund Freud stellt der Thanatos , auch Todestrieb genannt, einen Gegenspieler zum Eros dar. Er sei verantwortlich für zerstörerische Handlungen eines Menschen, da auch er wie alle Triebe von Zeit zu Zeit abreagieren muss. Nach der Instinkttheorie von Konrad Lorenz und Irenäus Eibl-Eibesfeldt dient die Aggression unter Tieren der Erhaltung der eigenen Art.
Die Theorie entwickelte Theorie nach Albert Bandura geht davon aus, dass Aggressivität erlernt wird. Nach dieser Theorie wird aggressives Verhalten öfter gezeigt, wenn man durch dieses Verhalten bestimmte Wünsche durchsetzen konnte.
Aggression
Heutige Untersuchungen zeigen jedoch, dass Aggressionsverhalten auch genetische Grundlagen aufweist. Allen Kindern wurde nun der gleiche Film vorgeführt, jedoch war die Endszene für alle 3 Gruppen verschieden. In dem Film wurde physische und verbale Aggression dargestellt. Die Kinder der ersten Gruppe sahen als Endszene, dass Rocky von seinen Eltern für seine Aggressionen belohnt wurde.
Die zweite Gruppe sah eine Endszene, in der Rocky von seinen Eltern bestraft wurde und in der dritten Gruppe gab es für Rocky keine Konsequenzen. Diese Theorie, die von von Dollard und Miller entwickelt wurde, geht davon aus, dass Aggression immer aus Frustration resultiert. Frustration wir hierbei als Störung einer Zielgerichteten Aktivität verstanden.
Sie muss jedoch nicht die Person treffen, die für ihre Entstehung verantwortlich war, sondern kann sich auch gegen andere Personen richten. Neal Elgar Miller , ein US-amerikanischer Psychloge , entwickelte die Hypothese schon 2 Jahre später weiter: Jede Frustration stelle zwar einen Anreiz für Aggression dar, allerdings seien manche Frustrationen zu leicht, um aggressives Verhalten auszulösen.
Länger zurückliegende Frustrationen können auch noch sehr viel später zu Aggressionen führen. Als Ursache dafür würden beispielsweise frühkindliche Entbehrungen, erzwungener Gehorsam oder auch Misserfolge im Beruf in Frage kommen. Trotzdem bleibt daran problematisch, warum Menschen mit ähnlichen Frustrationserlebnissen unterschiedlich aggressiv reagieren. Community Flexikon Shop News Jobs CME.
Bearbeiten NEU: Log dich ein, um Artikel in persönlichen Favoriten-Listen zu speichern. Aggression Astrid Högemann. Frank Antwerpes. Tom Lück. Timo Freyer. Dominic Prinz. Emrah Hircin. Englisch : aggression Inhaltsverzeichnis.