Übertragung psychologie frau

Übertragung , wichtigster und unverzichtbarer Bestandteil der psychoanalytischen Therapie. Denn die Leiden eines Menschen sind aus psychoanalytischer Sicht nicht als isolierte Symptome zu begreifen, die aufgrund falsch gelernter oder mangelhafter Problemlösungen entstanden sind, sondern sie sind Ausdruck einer Persönlichkeit , die sich in einer intersubjektiven Matrix im Verlauf des Heranwachsens und der Sozialisation entwickelt hat.

Was ist Übertragung und Gegenübertragung?

Die Übertragung ist zudem für nicht mehr erinnerbare, z. Eine Bestätigung für die Bedeutung der übertragungsanalytisch zugänglichen Erinnerungen ergibt sich ebenfalls aus dem lern- und gedächtnistheoretischen Axiom der zustandsabhängigen Erinnerung. Waren es bei Freud noch überwiegend Trieb- und Über-Ich-Impulse, die übertragen werden, so sind es aus heutiger Sicht Anteile von unterschiedlich komplexen Beziehungsrepräsentanzen , die die Wahrnehmung, das Erleben und den handelnden Umgang mit gegenwärtigen Personen beeinflussen.

Galt in den Anfängen der Psychoanalyse die Gegenübertragung des Psychoanalytikers noch als eine Verunreinigung der Objektivität des Erkennens, vergleichbar den Konzepten des Vorurteils und des Versuchsleiter-Einflusses, so setzte sich erst in den 50er Jahren die Auffassung durch, die Gegenübertragung nicht länger als überwiegend störende Subjektivität zu betrachten, sondern sie als wichtiges Diagnostikum zuzulassen.

So löst z. Reagiert ein Analytiker auf die oben genannte Übertragung z. Literatur Mertens, W. Einführung in die psychoanalytische Behandlung. Stuttgart: Kohlhammer. Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.