Neal hamburg psychologie
Na klar, brauche nur noch schnell eine gute Einleitung.
Einmal Himmel und zurück
ChatGPT ist ein leistungsfähiges Sprachmodell, das auf maschinellem Lernen basiert und in der Lage ist, menschenähnliche Antworten auf komplexe Fragen zu generieren. Die Integration von ChatGPT in die Bildung könnte das Lernen und die Informationsbeschaffung revolutionieren. In diesem Gespräch werden wir erfahren, wie ChatGPT das Lernen und die Lehre in der heutigen Zeit verändern kann, welche Vor- und Nachteile es bietet und welche Auswirkungen es auf die Bildungslandschaft haben könnte.
Ann-Katrin van den Ham, Juniorprofessorin für Erziehungswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Methoden der empirischen Bildungsforschung und Prof. Wie ordnen Sie ChatGPT im Zeitverlauf der Bildungs- und Erziehungswissenschaft ein? Lohmann: Diese Frage ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gut zu beantworten, weil sich da in nächster Zeit noch sehr viel tun wird: Weiterentwicklung des Chatbots, Einbau in die MS-Office-Anwendungen, Integration von Bing usw.
Aber man kann schon sagen, dass wir es mit einer Revolution in der Art zu tun haben, wie Wissen aufbereitet, angeeignet und strukturiert wird. ChatGPT wird die gesamte Architektur des Wissens verändern. Dieses Werk eröffnete einen neuen Blick auf Alltagsrelevanz und Anschaulichkeit von Wissen. Denn solche bedeutenden Veränderungen wirken sich zum einen auf ihren Forschungsgegenstand und auf das Umfeld, für welches sie Fachpersonal ausbilden, aus.
Zum anderen wirken sich die neuen Technologien auch auf die Art und Weise der Generierung wissenschaftlicher Ergebnisse aus. Mit der zunehmenden Globalisierung und Digitalisierung wuchs z. Die rasante Weiterentwicklung von KI in der Form, wie sie heute durch ChatGPT vorliegt, war zwar auf Dauer zu erwarten, kam für die meisten aber früher und plötzlicher als gedacht.
Um ihre Legitimität zu bewahren und zu stärken, müssen die Bildungs- und Erziehungswissenschaft ihre Forschungsfelder und Herangehensweisen stets im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen überprüfen und überarbeiten. Dieser Prozess spiegelt sich auch jetzt in den aktuellen Diskussionen um ChatGPT in der Fachcommunity wider. Was bedeutet ChatGPT für die Bildungslandschaft im Allgemeinen?
Auch im Zusammenhang damit müssen wir uns fragen, welche Kompetenzen eigentlich durch das Bildungssystem erreicht und durch Bildungszertifikate bestätigt werden sollen. Dass die reine Reproduktion von Wissen durch KI wie ChatGPT übernommen werden kann, macht noch einmal deutlich, dass dies als Bildungsziel und Prüfungsinhalt unzureichend ist und betont die Relevanz von Kompetenzen wie dem kritischen Denken.
Lohmann: ChatGPT ist erst die Spitze des Eisbergs. Alle Bereiche unseres Lebens werden durch KI-gestützte Tools verändert werden, vom Gesundheitssystem über rechtliche Beratung bis zur Unterhaltungsindustrie, auch berufliche und wirtschaftliche Tätigkeiten aller Art. Hier geht es auch um Geschwindigkeit. Wer als erstes neue Chancen nutzt, wird einen massiven Vorteil ausbauen, den andere später nicht mehr einholen können.
Die Chancen sind riesig, aber sie werden nicht lange bestehen bleiben, denn hier sind Märkte zu erobern. Der Kampf hat längst begonnen; wir werden sehen, ob ChatGPT und Microsoft die Nase vorn behalten, ob Google mit Bard nachziehen kann, wie es um die Kosten für die Nutzung steht, um Copyright, Datenschutz und die Sicherheit der Privatsphäre.
Welche Chancen ergeben sich aus ChatGPT? Zum Beispiel kann ChatGPT dabei unterstützen, Material in einfacher Sprache zu generieren, Texte zusammenzufassen, Aufgaben und Übungen zu generieren, beim Programmieren von Code zu unterstützen und Fehler zu beheben etc. Dabei ist jedoch wesentlich, dass die NutzerInnen über die nötigen Kompetenzen verfügen, mit diesem Tool umzugehen, die richtigen Fragen bzw.
Prompts zu stellen und den Output zu reflektieren sowie auf seinen Gehalt hin zu bewerten. Lohmann: Um die Chancen zu verstehen, muss man in Betracht ziehen, dass im Prinzip jede und jeder mit den KI-Tools alles Mögliche produzieren kann, von Programmieren bis hin zum Produzieren ganzer Videospiele, ohne selbst programmieren zu müssen.
Wir sehen ja schon jetzt, das ChatGPT programmieren kann. Es gibt KI-gestützte Tools, die auf Basis einfacher Eingaben ganze Videos in Echtzeit generieren können. Noch mag das Endprodukt eher wie Spielerei anmuten, aber in einigen Jahren wird die Qualität mit Kinofilmen mithalten können. Lohmann: Definitiv wird KI das Lernen verändern. Dieser Theorieansatz setzt mit der Frage der Entwicklung und Nutzung kultureller Werkzeuge und Zeichen einen guten Ausgangspunkt.
Grundsätzlich braucht es, um Wissen im Aneignungsprozess zu strukturieren, einen zirkulären Aufbau von Kenntnissen, Fertigkeiten und Urteilskraft.