Hedonisch psychologie
Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind. Charles-Louis de Montesquieu. Ich mag immer den Mann mehr lieben, der so schreibt, wie es Mode werden kann, als den, der so schreibt, wie es Mode ist. Georg Christoph Lichtenberg. Hedonismus bezeichnet die Lebensanschauung, nach welcher die körperliche und geistige Lust, das Vergnügen Motiv und Zweck des Handelns ist.
Die Lust ist das höchste Gut und für den Hedonisten ist die Lust an sich das Wertvolle, der Selbstzweck und das Anzustrebende. In der Philosophie auch manchmal als Hedonik bezeichnet, ist der Hedonismus eine philosophische bzw. Im Gegensatz zu der Lust, wie sie von Epikur gelehrt wird, versteht man unter dem Begriff Hedonismus auch allgemein eine nur an materiellen Genüssen orientierte, egoistische Lebenseinstellung.
In diesem Sinne wird der Begriff Hedonismus oft abwertend gebraucht und als Zeichen von Dekadenz interpretiert. Diese antike philosophische Anschauung, nach der das höchste ethische Prinzip das Streben nach Sinneslust und Genuss ist, das private Glück in der dauerhaften Erfüllung individueller physischer und psychischer Lust liegt, widerspricht der aktuellen Auffassung, wonach Selbstkontrolle , die man für das Erreichen langfristiger Ziele braucht, letztlich eher zu einer nachhaltigen Zufriedenheit führt.
Dabei sollte man sich aber in Genuss- oder Entspannungsmomenten nicht gedanklich ablenken lassen, denn das Grübeln über Aktivitäten oder Aufgaben, die man stattdessen erledigen sollte, untergräbt das unmittelbare Bedürfnis, sich zu entspannen. Daher stehen nach Ansicht der beiden Forscherinnen diese scheinbar gegensätzlichen Auffassungen nicht im Widerspruch, sondern es sind beide für ein zufriedenes und erfolgreiches Leben wichtig.
Im antiken Griechenland wollten die Stoa des Zenon gegründet v. Vor allem Epikur war ein Verfechter des Hedonismus, ein Leben voll Freude und Lust, frei von Schmerz ermöglichender sollte. Mittel der Wahl war allerdings auch bei Epikur Bescheidung und vernünftiger Verzicht.
Hedonismus
Epikur lehnte daher die Vorstellung ab, dass die menschliche Lust uneingeschränkt ausgelebt werden sollte und plädierte dafür, die Folgen des eigenen Handelns stets abzuwägen. Nur wenige, durch Vernunft begründbare Gefühle galten ihnen als erstrebenswert. Der Hedonist ist immer auf der Suche nach der nächsten Belohnung, wobei Qualität und Herkunft eines Produkts für ihn eine geringe Rolle spielen, Hauptsache es ist neu und anders, am besten laut, schrill, extravagant und individuell.
Sie zählen zu den klassischen Impulskäufern, die viel und gerne einkaufen, auch wenn sie die Produkte nicht unbedingt brauchen. Einkaufsstättentreue und Beratungsbedarf sind gering, wei die hedonistische Grundstimmung auch das Risiko verdrängt, wobei Gesundheitsfragen bei Hedonisten nur eine geringe Rolle spielen, denn sie sehen den eigenen Körper als Erlebnis- und Gestaltungszone, mit der man sich darstellen kann.
Unter hedonistischer Tretmühle bzw. Der schon früher verwendete Begriff wurde als Konzept durch Michael Eysenck zur hedonistischen Tretmühlen-Theorie modifiziert, die das Streben nach Glück mit einer Tretmühle vergleicht, d. Das Modell der hedonistischen Tretmühle versucht unter anderem zu erklären, warum mehr Wohlstand bzw. So zeigte eine Studie, dass Lotteriegewinner im Durchschnitt nicht glücklicher sind als andere.
Das Konzept ist sowohl in der Glücksforschung, der positiven Psychologie, als auch in Teilen der Wirtschaftswissenschaften wie der Verhaltensökonomik von Relevanz. Das Easterlin-Paradox ist eine Theorie über den Zusammenhang zwischen Einkommen und Glück und beschreibt, dass bei internationalen Vergleichen einen schwächeren Zusammenhang zwischen subjektivem Glück und Einkommen als bei intranationalen Vergleichen zu finden ist, sodass relatives Einkommen ein besserer Prädiktor von subjektiver Zufriedenheit ist als absolutes Einkommen.
Letztlich bedeutet dieser Ansatz, wenn grundlegende Bedürfnisse von Menschen gestillt sind, mehr Reichtum nicht automatisch zu mehr Glück führt. Beyond Self-Control: Mechanisms of Hedonic Goal Pursuit and Its Relevance for Well-Being. Personality and Social Psychology Bulletin, doi Easterlin, Richard A. Does Economic Growth Improve the Human Lot? In Paul A.
Reder Eds. New York: Academic Press. Eysenck, M. Happiness: Facts and Myths. Lawrence Erlbaum.