Uni leipzig psychologie zahl erstsemester

Berlin - Ihre Zahl ist klein, aber sie werden mehr: Damit steigt die Zahl der Studienanfänger ohne klassisches Abitur oder Fachhochschulreife, die sich an einer Universität oder Fachhochschule einschreiben, teilte das Centrum für Hochschulentwicklung CHE am Freitag mit. Die Zahlen stammen aus dem Arbeitspapier "Studieren ohne Abitur - Stillstand oder Fortentwicklung? Demnach hatten sich im Jahr nur rund 1,5 Prozent junge Menschen ohne Abitur eingeschrieben, im Jahr waren es knapp Damals hatte die Kultusministerkonferenz beschlossen, deutsche Hochschulen sollten sich auch diesen Bewerbern stärker öffnen und Meistern oder anderen beruflich Qualifizierten den Hochschulzugang erleichtern.

Seitdem hat sich die Zahl der Studenten ohne Abitur knapp verdoppelt. Dennoch ist der Anteil der Nicht-Abiturienten nach wie vor gering. Bei rund In Schweden verfügt fast jeder dritte Studienanfänger nicht über ein klassisches Abitur, sondern hat die Studienberechtigung durch berufliche Qualifizierung erworben. Bei der Fächerwahl entschied sich knapp die Hälfte der Neuimmatrikulierten ohne Abitur für die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Rund ein Viertel wählte Mathematik, Ingenieur- und Naturwissenschaften oder einen technischen Studiengang. Spitzenreiter im deutschen Bundesländervergleich sind Hamburg und Nordrhein-Westfalen. Nicht-Abiturienten stellen dort einen Anteil von jeweils 4,5 Prozent unter den Erstsemestern. Berlin folgt mit 3,8 Prozent auf dem dritten Platz.

Brandenburg plane für dieses Jahr Erleichterungen für den Abi-freien Hochschulzugang, teilte das CHE mit. Dann ist es in allen Bundesländern möglich, auch ohne Abitur ein Studium aufzunehmen. Generell erforderlich ist ein Berufsabschluss und meist mehrjährige Berufserfahrung. Zum Teil gibt es auch Eignungsprüfungen.

Einige Bundesländer wollen ihre Hochschulgesetze überarbeiten, um ihre Hochschulen weiter für die neue Zielgruppe zu öffnen. In Hamburg soll es eine 3-Prozent-Vorabquote für Studenten ohne Abitur geben. In Baden-Württemberg sollen spezielle weiterbildende Bachelorstudiengänge eingerichtet werden. Die Fernuni hat jüngst angekündigt, ihre Studentenzahl verringern zu wollen.

Mehr Öffnung für beruflich Qualifizierte fordert auch Kai Gehring, Grünen-Politiker und Sprecher für Hochschule, Wissenschaft und Forschung. Bislang sei es mit der "vielbeschworenen Durchlässigkeit im Bildungssystem" nicht weit her. Damit sich die gesellschaftliche Vielfalt an den Hochschulen widerspiegele, sei eine "echte Öffnung" für beruflich Qualifizierte nötig, so Gehring.

Auch wer Ablehnungen kassiert, muss den Kopf nicht hängen lassen. Eine gewisse Chance besteht trotzdem noch, den Studienplatz an der Wunsch-Uni zu bekommen.

Universität Leipzig begrüßt 7.000 Studienanfänger

Der UniSPIEGEL zeigt Schlupflöcher im Vergabechaos. Zum Inhalt springen. News Ticker Magazin Audio Account. Kommentare öffnen Zur Merkliste hinzufügen Twitter Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen. E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren. Hamburg will 3-Prozent-Quote einführen Spitzenreiter im deutschen Bundesländervergleich sind Hamburg und Nordrhein-Westfalen.

Studienplatz-Chaos: Es sind noch Plätze frei! Studium in echt Abitur Weiterbildung Studienstart Universitäten Hochschulen. Die Wiedergabe wurde unterbrochen. Audio Player minimieren.