Kollektiv definition psychologie
Über die Jahrtausende hinweg hat es im philosophischen und anthropologischen Denken und Handeln immer wieder Versuche gegeben, die Konstellation — Individualität und Kollektivität — entweder voneinander abzugrenzen oder miteinander zu verbinden. Wilhelm von Humboldt, Fr. Schlegel, Kierkegaard, Nietzsche, Heidegger, Adorno und andere haben sich mit der emotionalen und rationalen Bedeutung des Individualbegriffs auseinandergesetzt und dessen Vor- und Nachteile diskutiert, den Verlust von Individualität bedauert, oder auch vor ihm gewarnt.
Es war insbesondere in der Zeit der europäischen Aufklärung, auf der einen Seite die Bedeutung des Individuellen hervorzuheben, andererseits das Notwendige des Kollektiven, Gemeinsamen der Menschheit zu betonen. Es sind die Egoisten, Egozentriker und Egomanen, die das schöne Bild vom Individualisten stören.
Kollektiv: Definition und Bedeutung in der Rechtspraxis
Sie kommen nicht selten daher als Diktatoren, Alleinbestimmer und Narzissten, die den Egoismus zum System und zum Machtsymbol erheben, wie die Trumps, Putins, Erdogans, Kims und andere heute. Kollektivisten fühlen sich eher dem Gemeinwohl als dem Eigenwohl verpflichtet. Extreme Ausprägungen des Kollektivismus zeigen sich in Gesellschaftsformen wie dem Kommunismus und können ebenfalls diktatorische Züge annehmen.
In allen menschen- und lebensbejahenden Theorien, Konzepten, Programmen und Konstitutionen wird eines deutlich: Individuelles und kollektives Denken und Verhalten der Menschen fällt weder vom Himmel, liegt nicht in den Genen und darf auch nicht per Ordre du Mufti verfügt werden. Es muss in humanen, anthropologischen und pädagogischen Prozessen erworben werden.
Kollektiv · kollektiv
Bildung ist das Zauberwort! In den folgenden Annotationen wird der neuere, wissenschaftliche Diskurs zu den Zwillings- und Gegensatzpaaren aufgezeigt. Der Autor beschränkt sich dabei auf die Literatur, die er im Internet-Rezensionsdienst www. Es handelt sich deshalb um eine subjektive und natürlich weit unvollständige Auswahl. Es besteht jedoch der Anspruch, den wissenschaftlichen Diskurs in den Hauptlinien abzubilden.
Wer bin ich? Was soll ich thun? Was darf ich hoffen? Philosophen haben sich darüber zu allen Zeiten des menschlichen Denkens und Sinnens Gedanken gemacht, haben darüber gestritten und Gemeinsamkeiten definiert. Eine existenzielle Standortbestimmung bedarf der zeitlichen und räumlichen Vergewisserung. Der Autor wendet dazu die intelligente Methode an, dass er die jeweiligen Fragen, wie — Woher kommen wir?
Wer ist ich? Wer sind wir? Was ist Wahrheit? Was sind Gefühle? Das ist wohl das Geheimnis, wenn man sich auf die Suche nach dem "Ich" begibt: Fragen lernen, sich fragen trauen, neugierig auf sich, die Mitmenschen und die Welt zu sein und Respekt zu haben vor sich, den anderen Lebewesen und der Natur [4]. Die Repräsentation bin Ich Die missverständliche Metapher bedarf der Erläuterung: Als Repräsentation wird in der Erkenntnistheorie die Darstellung, Abbildung oder Vorstellung einer Gesamtheit durch ein Einzelnes verstanden, als mentale Vergegenwärtigung von etwas nicht Gegenwärtigen [5].
Im Zusammenspiel von Philosophie, Psychologie und den Kognitionswissenschaften werden Repräsentationen als Spiegelungen und innere Vorstellungen von etwas, was der Mensch im Geist wahrnimmt, verstanden, als Teile von Erinnerungen der Wahrnehmung vom "Ich" und der Beschreibung der Vorgänge, die sich bei Sinnesreizen im Gehirn vollziehen. Es ist letztlich die Frage nach der Vorstellungskraft und —fähigkeit des Menschen angesichts seiner Selbstwahrnehmung.
Der Mainzer Philosoph Thomas Metzinger setzt sich mit dem Phänomen auseinander, dass all das, was wir mit unseren Sinnesorganen sehen und hören, ertasten und erfühlen, riechen, schmecken…, nur ein Bruchteil dessen ist, was wirklich in unserer Umwelt passiert und existiert. Kollektivitätsverständnis Im philosophischen und gesellschaftswissenschaftlichen und -kritischen Denken wird die Spannweite zwischen distributiven und kollektiven Einstellungen immer wieder kontrovers diskutiert.
Wenn das eine Subjekt im Vielen seiner Beziehungen aufgeht, wenn das einheitliche Selbst einer Vielzahl von Stimmen weicht, muss dann nicht in einem neuen Anlauf diese Pluralität selbst zum Untersuchungsgegenstand werden? Diese Fragen stellen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den interdisziplinären Bereichen der Politischen Theorie, der Politischen Philosophie, der Sozialtheorie, der Rechtstheorie, der Soziologie, der Literatur- und Kultur-, der Erziehungs- und Religionswissenschaften.
Die vielfältigen, interdisziplinären, auch kontroversen Zugänge zu Fragen und Entwicklungen im wissenschaftlichen Kollektivitätsdiskurs nehmen die Tatsache auf, dass Formen von Kollektivität in nahezu allen Lebenslagen und gesellschaftlichen Bezügen der Menschen wirksam sind. Mögliche Antworten und Lösungsansätze ergeben sich jedoch im interdisziplinären Dialog [7].