Du-botschaften psychologie

Wollen wir auf das Verhalten anderer Menschen Einfluss nehmen, dann sagen wir ihnen häufig, wie sie sich verhalten sollen, was sie falsch gemacht haben. Wobei wir im Grunde wissen, dass niemand darauf positiv reagiert. Besser ist es Ich-Botschaften zu verwenden. Doch Ich-Botschaften im passenden Moment richtig zu formulieren, ist schwieriger, als gedacht.

Mit diesen Tipps gelingt es. Sie können wählen.

Ich-Botschaften: So geht es, Tipps für konstruktive Kommunikation

Um Ihnen die Entscheidung zu vereinfachen, finden Sie dazu Gedanken im Beitrag Coaching, Training und Beratung via Telefon oder online mit Video. Gut formulierte Ich-Botschaften bieten 3 Vorteile gegenüber einer Du-Botschaft: Empfänger erfahren etwas über die tatsächlichen Bedürfnisse und Gefühle der Sender. Empfänger fühlen sich nicht veranlasst, sich zu verteidigen, weil sie nicht angegriffen werden.

So ist auch eine Diskussion darüber erforderlich, wer recht hat. Der Weg zur Klärung ist geebnet. Ich-Botschaften bringen auch Nachteile mit sich, wie das Risiko von Missverständnissen, Verantwortungsvermeidung, Mangel an Konfliktlösung. Es kommt in vielen Situationen nicht gut an, ständig von sich selbst zu sprechen.

In den meisten Fällen ist es besser, sich in die Position der Kommunikationspartner zu versetzen und aus deren Sicht zu sprechen. Entsprechend wird dann mit Sie oder Du angesprochen. So erkennen die Empfänger von Botschaften leichter, was das Ganze mit ihnen zu tun hat. Möchten Sie Kritik anbringen, oder Botschaften, die als solche empfunden werden könnten, ist es allerdings besser Ich-Botschaften zu nutzen.

Welche Vorteile das hat und wie es geht, erfahren Sie in diesem Beitrag. Du- bzw. Sie-Botschaften — ich nenne sie Sie-Du-Botschaften — klagen in heiklen Situationen an, provozieren Widerstand und Konflikte, während Ich-Botschaften konstruktiver wirken. Wenn wir beispielsweise von jemanden ein anderes Verhalten erwarten, haben wir das Bedürfnis unsere Enttäuschung mitzuteilen.

Kaum ein Mensch reagiert positiv auf frontale Sie-Du-Botschaften. Egal, wie berechtigt das Anliegen selbst betrachtet wird, solch eine frontale Ansprache führt seltener zum gewünschten Ergebnis beim Anderen. Es wird als Angriff empfunden und erschwert die weitere Kommunikation. Oft ist dann schon an der Körpersprache zu erkennen, dass es nun nicht gerade einfacher mit der Kommunikation wird.

Typisch sind verschränkte Arme vor dem Körper und andere nonverbale Hinweise dieser Kategorie. Das wird dann als Kritik, Abwertung, Ablehnung, Schuldzuweisung, Anklage, Bestrafung oder Besserwisserei gedeutet. Die Bereitschaft sich das Anliegen aufmerksam und ruhig anzuhören reduziert sich dadurch deutlich.

Die typischen Reaktionen sind Gegenangriffe, Schweigen, emotionaler Rückzug oder Gesprächsbeendigung. Der Klärung und Verbesserung liefert das keinen Beitrag. Leicht führt das stattdessen zur Eskalation, die Fronten verhärten sich. Im Vergleich zu Sie-Du-Botschaften wirken gut formulierte Ich-Botschaften deutlich konstruktiver. Hier erfahren Gesprächspartner, wie deren Verhalten auf Sie wirkt.

Sie formulieren Ihre persönlichen Grenzen, zeigen sich und schaffen Nähe. Solche eine Form der Klärung ist annehmbarer, da Sie Empfänger nicht be- oder verurteilen, zurechtweisen, angreifen oder beschuldigen.