Sicherheit psychologen

Gastbeitrag Psychologische Sicherheit macht Teams und Unternehmen stärker Es lohnt sich, in die psychologische Sicherheit von Mitarbeitenden zu investieren. Denn Sicherheit schafft innere Stärke — beim Team und dem gesamten Unternehmen. Und innere Stärke macht Wachstum überhaupt erst möglich. Ein Gastbeitrag von Anne Martens. Juni VonTeam Psychologische Sicherheit ist aus meiner Sicht das A und O im Job.

Denn nur, wer sich bei seinem Arbeitgeber wohl und sicher fühlt, kann sein volles Potenzial entfalten. Aufgenommen und geschätzt in einem Team. Diese psychologische Sicherheit möchte ich allen geben. Wie stark sie einen macht. Ich bin alleinerziehende Mutter. So war es auch direkt nach meinem Start bei Protofy. Ich war damals acht Wochen lang krank, bin immer wieder einzelne Tage ausgefallen und habe mir Sorgen um meine Stelle gemacht.

Doch statt Vorwürfe oder sogar einer Kündigung bekam ich drei extra Mental Health Days. Wir stehen hinter dir — auch in der Probezeit. Vertrauen ist die Basis Auch die Forschungsergebnisse von Amy Edmonson zeigen, dass psychologische Sicherheit Teams erfolgreicher macht. Die Professorin für Leadership und Management an der Harvard Business School hat den Begriff bereits in den er-Jahren geprägt.

Sie beschreibt psychologische Sicherheit als Vertrauen, dass das Team niemanden in Verlegenheit bringen, zurückweisen oder bestrafen wird, wenn er seine Meinung sagt. Führungskräften rät Edmonson, als Vorbild voranzugehen, offen mit ihren Fehlern umzugehen und eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der Menschen angstfrei kommunizieren und handeln.

Kurz: Eine offene, vertrauensvolle Feedback- und Fehlerkultur zu etablieren. Werte geben Orientierung Dabei braucht Sicherheit immer einen festen Rahmen durch Integrität und Werteorientierung. Unternehmen sollten ihre Unternehmenswerte in einem Leitbild klar definieren. Damit liefern sie den Teammitgliedern wichtige Ankerpunkte, an denen sie sich orientieren können.

Das schafft Sicherheit, denn es gehört zur Natur des Menschen, sich in sozialen Gebilden solche Ankerpunkte zu suchen. Gleichzeitig muss für alle deutlich spürbar sein, dass die Werte nicht nur nett auf dem Papier formuliert sind, sondern auch gelebt werden.

Führungsaufgabe „Psychologische Sicherheit“

Abweichungen vom Verhaltenskodex müssen unbedingt benannt und zurückgemeldet werden und gegebenenfalls auch Konsequenzen nach sich ziehen. Sonst verwässern die Werte. Doch Menschen und ihre Bedürfnisse sind verschieden. Wollen Arbeitgeber zufriedene, kreative Mitarbeitende, die sich einbringen, statt lediglich Dienst nach Vorschrift zu leisten, müssen sie sie individuell betrachten: mit ihren Stärken — um sie entsprechend einzusetzen — und ihren Schwächen — um sie entsprechend zu fördern.

Zudem gilt es, persönliche Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten. Bei Protofy haben wir unter anderem das betriebliche Gesundheitsmanagement neu gedacht. Jede:r im Team kann sich einmal im Monat professionell coachen lassen — kostenlos und während der Arbeitszeit. Fast alle Mitarbeitenden nehmen das Angebot wahr. Im Ergebnis sind die Kolleginnen und Kollegen seltener krank und bleiben länger bei uns — in Zeiten steigender Arbeitsbelastung und Fachkräftemangels ein echtes Pfund.

Fazit Meiner Erfahrung nach lohnt es sich unbedingt, in die psychologische Sicherheit von Mitarbeitenden zu investieren. Denn Sicherheit schafft innere Stärke — individuell bei allen Teammitgliedern sowie in Summe für das gesamte Unternehmen. Und innere Stärke macht zukunftsorientiertes Wachstum überhaupt erst möglich.