Abkürzung einer variablen psychologie
Das psychologische Experiment ist eine der hauptsächlichen Forschungsmethoden der Psychologie. Die Möglichkeiten und Grenzen des Experiments im Vergleich zu anderen Methoden und Richtungen der Psychologie sind oft diskutiert worden und bleiben umstritten zur Geschichte und zu den Kontroversen siehe Experimentelle Psychologie. Jedes Experiment soll in einem theoretischen Bezugssystem , auch unter Berücksichtigung vorausgegangener Experimente, in Kenntnis von deren Ergebnissen und Problemen erfolgen, und eine bestimmte Fragestellung haben.
Jedem psychologischen Experiment geht die genaue Ausarbeitung der Hypothesen und der Alternativhypothesen voraus, wobei die wesentlichen Begriffe und Methoden definiert und expliziert werden siehe operationale Definition , Explikation. Zur genauen Fassung der Hypothesen gehören auch die statistische Formulierung der Hypothesen und die Angabe der vorgesehenen statistischen Prüfverfahren.
Das Experiment soll die empirische Entscheidung zwischen den Hypothesen ermöglichen. Deshalb laufen nachträgliche Veränderungen des Versuchsplans hinsichtlich Fragestellung, Hypothesenbildung, Versuchsdurchführung, Datenverarbeitung und statistischer Prüfung dem Zweck des Experiments zuwider. In der Regel werden die Versuchspersonen Vpn in Experimental- und Kontrollgruppen eingeteilt.
Männer vs. Frauen; Land- vs. In der Experimentalgruppe EG wird die unabhängige Variable UV manipuliert die UV ist die Variable, deren Einfluss untersucht werden soll; die Ausprägung der UV bezeichnet man als "Treatment". In der Kontrollgruppe KG geschieht dies nicht, oder es wird ein anderes Treatment verwendet, dessen Unterschied zum EG-Treatment untersucht werden soll.
Nach dem Treatment wird die abhängige Variable AV, die Variable, die sich durch die Manipulation der UV verändern soll in Experimental- und Kontrollgruppe gemessen. Die Ausprägung der AV in der Kontrollgruppe wird als baseline bezeichnet. Der Unterschied zwischen baseline und der Messung in der Experimentalgruppe wird auf den Effekt der UV zurückgeführt. Daher ist es ausschlaggebend, dass nicht von vornherein Unterschiede zwischen Kontroll- und Experimentalgruppe vorliegen.
Daher kommt der zufälligen Zuteilung der Vpn zu den Versuchsbedingung eine hohe Bedeutung zu. In der Methodenlehre psychologischer Experimente wurde eine Vielzahl von einfachen und komplizierten Forschungsdesigns entwickelt, die oft mit den statistischen Auswertungsstrategien oder Modellierungen eng verknüpft sind. Zwei von Wilhelm Wundts häufig zitierten Definitionsmerkmalen eines Experiments Experimentelle Psychologie beziehen sich primär auf die Psychophysik und gelten nur eingeschränkt auf anderen Gebieten.
Strukturgleichungsmodelle
Eine Untersuchung muss noch weitere Bedingungen erfüllen, um dem wissenschaftlichen Anspruch des Experiments gerecht zu werden:. Interne Validität besteht, wenn die Veränderung der abhängigen Variable eindeutig auf die Variation der unabhängigen Variable zurückgeführt werden kann keine Alternativerklärung. Externe Validität liegt vor, wenn das Ergebnis in der Stichprobe auf andere Personen, Situationen und Zeitpunkte verallgemeinert generalisiert werden kann.
Noch weitgehend ungeklärt ist, wie sich die Motive der Versuchspersonen auf die Versuchsergebnisse auswirken.
unabhängige Variable
An psychologischen Experimenten nehmen in aller Regel Freiwillige teil, z. Die Generalisierbarkeit bzw. Zu unterscheiden sind Versuchsleitereffekte, die durch bestimmte Fehler in der Versuchsdurchführung und Auswertung entstehen, jedoch nicht zufällig, sondern zugunsten der Hypothese ausfallen, und Versuchsleiter-Erwartungseffekte, bei denen die Erwartungen Motivation, Einstellung und die eigenen Hypothesen des Versuchsleiters mehr oder minder unbemerkt die Ergebnisse beeinflussen siehe Rosenthal-Effekt , Greenspoon-Effekt.
Versuchsleiterfehler können durch eine computerunterstützte Durchführung und automatische Registrierung verringert werden, Erwartungseffekte durch einen Doppelblindversuch. Der Doppelblindversuch ist ein Forschungsdesign , bei dem weder die Untersuchten, noch der Versuchsleiter zum Zeitpunkt der Datenerhebung wissen, ob der Untersuchte zur Experimentalgruppe oder zur Kontrollgruppe gehört z.
Medikament und wirkungsloses Präparat, Placebo. Damit die Erwartungen des Versuchsleiters nicht das Verhalten der Versuchsperson beeinflussen, werden also die Rollen des forschenden Experimentators und des Versuchsleiters getrennt. Die wichtigste Technik zur Kontrolle von Störfaktoren ist die Randomisierung , d.
Versuchspersonen werden nach dem Zufallsprinzip auf Experimental- und Kontrollgruppen aufgeteilt. Diese Zufallszuweisung ist ein wichtiges Kennzeichen eines guten Experiments. Damit soll erreicht werden, dass mögliche ergebnisbeeinflussende und eventuell noch unbekannte Unterschiede, die die Vpn ins Experiment mitbringen, gleich stark in allen Versuchsbedingungen repräsentiert sind.
Bei kleiner Anzahl von Vpn und bei bestehenden Annahmen über wichtige Unterschiede ist das alternative Vorgehen das Parallelisieren der Untersuchungsgruppen bzw. Die Probanden werden von vornherein so aufgeteilt, dass das betreffende Merkmal in allen Gruppen gleich stark präsent ist Beispiel: Gleiche Geschlechterverteilung in allen Versuchsbedingungen. Die Methodenlehre der Experimentalpsychologie enthält zahlreiche Regeln und Hinweise, wie mögliche Störfaktoren berücksichtigt werden können, zum Beispiel durch systematische Permutation von Bedingungen.
So sollten in einem Versuchsplan mit täglicher Wiederholung der Datenerhebung die Experimental- und Kontrollbedingungen in gemischter Folge geplant werden, also nicht einheitlich am Tag 1 Bedingung A und am Tag 2 Bedingung B, sondern auch in umgekehrter Reihenfolge, da es sonst zu einer Konfundierung zwischen Treatment und Situationsmerkmalen sowie den Effekten der Wiederholung an sich kommen kann.