Psychologie piagets entwicklungsstufwn
Wenn Du schon einmal mit kleinen Kindern zu tun hattest, wird Dir aufgefallen sein, dass sie im Laufe der Zeit immer wieder neue Fähigkeiten entwickeln, die sie zuvor nicht beherrscht haben. Nach einiger Zeit beginnen sie zu laufen und zu sprechen, jedoch entwickeln sich auch Kompetenzen, die auf den ersten Blick weniger offensichtlich, jedoch ebenso bedeutsam für die Entwicklung zu….
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Piaget Stufenmodell
Nach einiger Zeit beginnen sie zu laufen und zu sprechen, jedoch entwickeln sich auch Kompetenzen, die auf den ersten Blick weniger offensichtlich, jedoch ebenso bedeutsam für die Entwicklung zu einem ausgewachsenen Menschen sind. Vielleicht bemerkst Du, dass die Bilder, die ein Kind malt, mit der Zeit immer genauer werden und nicht mehr nur aus einzelnen Strichen bestehen.
Dies ist ein Zeichen, dass sich die Feinmotorik verbessert und, dass das Kind ein Verständnis für die Welt um sich herum entwickelt. Diese verschiedenen Entwicklungsschritte in der Kindheit wurden von Jean Piaget betrachtet und in seiner Theorie zur kognitiven Entwicklung festgehalten. Der Begriff Kognition bezeichnet die Informationsverarbeitung des Menschen.
Unter diesen Überbegriff fallen die Fähigkeiten der Wahrnehmung , des Lernens, des Problemlösens, des Planens, der Selbstbeobachtung, der Kreativität und des Glaubens. Jean Piaget beschäftigte sich zuerst lange mit der Biologie, bis er durch seine drei Kinder das Interesse an der Entwicklungspsychologie entdeckte.
Auf seinen Kindern basieren auch viele seiner Forschungsergebnisse, was häufig zu Kritik an der Wissenschaftlichkeit seiner Ergebnisse führt. Dennoch sind die Theorien Piagets bis heute anerkannt. Piaget geht davon aus, dass der Mensch als offenes System zu betrachten ist. Das bedeutet, dass er durch seine Umwelt beeinflusst werden kann, indem er durch kognitive Prozesse, also unter anderem Wahrnehmung , Beobachtung und Planen darauf reagiert, sich anpasst und dadurch in Wechselwirkung die Umwelt selbst beeinflusst.
Der Mensch ist also für seine eigene Umwelt verantwortlich und hat daher starke Einflussmöglichkeiten. Begrenzt wird der Mensch laut Piaget jedoch durch biologische Voraussetzungen. Unter biologische Voraussetzungen fallen in diesem Fall körperliche Faktoren, die die kognitiven Fähigkeiten , wie Wahrnehmung, Planung etc. Beispielsweise eine geistige Behinderung kann die kognitive Entwicklung eines Menschen beeinflussen.
Piaget brach mit seinen Theorien mit den damaligen Vorstellungen von Kindern. Man nahm an, dass diese als kleine Erwachsene zählten, die nur noch nicht genügend Wissen angesammelt hätten. Piaget stellte dagegen die Annahme auf, dass Kinder anders denken und sprechen als Erwachsene.
Kognitive Entwicklung Piaget
Zu diesem Schluss kam er, da er beobachtete, dass verschiedene Kinder unterschiedlichen Alters auch unterschiedliche Fehler beim Problemlösen machten. Aus diesem Grund entwickelte Piaget die Theorie der kognitiven Entwicklung. Diese bezieht sich auf die Intelligenz und deren Entwicklung im Laufe des Lebens sowie auf den Wissenserwerb von Kindern. Die Theorie wird auch als Theorie kognitiver Entwicklungsstufen bezeichnet.
Zum Thema Kognition findest Du weitere Informationen im Beitrag " Kognitive Entwicklung ". Laut dem Schema von Piaget besitzen Kinder zwei Funktionen, die den Austausch mit der Umwelt , und dadurch die eigene Entwicklung, steuern. Diese Funktionen werden als Organisation und Adaption bezeichnet. Im Folgenden wird näher auf diese beiden Begriffe eingegangen. Unter Organisation versteht Piaget den angeborenen Willen, die Erfahrungen, die mit der Umwelt gemacht werden, zu ordnen und miteinander in Verbindung zu setzen.
Deshalb werden die unterschiedlichen physischen und psychischen Vorgänge in zusammenhängenden Systemen, sogenannten Schemata , zusammengefasst. Ein Schema besteht aus verschiedenen Wissens- und Verhaltensmustern, sowie Objekten und Ereignissen, die durch logische Zusammenhänge miteinander in Beziehung gesetzt werden. Diese Zusammensetzung eines Schemas geschieht durch die Adaption.
Die Adaption bezeichnet den angeborenen Willen des Kindes, sich an die Umwelt anzupassen.