Behaviorismus konditionierung psychologie
Die klassische Konditionierung ist eine der Grundlagen des lerntheoretischen Modells und besagt, dass einem natürlichen, meist angeborenen, sogenannten unbedingten Reflex durch Lernen ein neuer, bedingter Reflex hinzugefügt werden kann. Reflexe sind einfache, unbeabsichtigte und ungelernte Verhaltensweisen , unwillkürliche und weitgehend unkontrollierbare Reaktionen.
Entdeckt wurde der bedingte Reflex durch den in Sankt Petersburg lebenden Physiologen Iwan Pawlow — Dieser untersuchte in den 90er-Jahren des Jahrhunderts die Physiologie des Verdauungsapparates in Tierexperimenten und zwar an Hunden. Dafür hatte er mit seinen Mitarbeitern Instrumente und Prozeduren zur genauen quantitativen Bestimmung des Speichelsekrets entwickelt. Bei diesen Experimenten stellte er nun fest, dass nicht nur durch das Futter im Maul die Speichelsekretion ausgelöst wurde, sondern dass auch schon durch den Anblick des Futters, die Schritte des Experimentators oder durch einen Glockenton, die der Fütterung vorausgingen, dieser Reflex hervorgerufen wurde Kriz, Das Futter ist der unkonditionierte Stimulus UCS.
Futter wird als Stimulus bezeichnet, weil es ein Umweltereignis ist, welches den Organismus beeinflusst, und es wird unkonditioniert genannt, weil es zu einer Reaktion führt einer Muskel- oder Drüsenreaktion , ohne dass zuvor Lernen stattgefunden hat. Der Speichelfluss in Reaktion auf das Futter wird als unkonditionierte Reaktion UCR bezeichnet, weil er mit einem unkonditionierten Stimulus assoziiert ist.
Demzufolge ist eine unkonditionierte Reaktion eine Reaktion, die ohne Lernen auftritt.
Klassische Lerntheorien
Wenn nun ein UCS z. Futter oft genug mit einem neutralen Stimulus kombiniert wird, wird dieser neutrale Stimulus schliesslich die Reaktion auslösen, die ursprünglich nur mit dem UCS assoziiert war in diesem Falle Speichelfluss. Wenn z. Dies ist nun eine konditionierte Reaktion CR. Die klassische Konditionierung ist die Grundlage für die Verhaltenstherapie , deren Techniken angewendet werden, um Ängste, Zwangshandlungen oder angstähnliche Symptome zu behandeln.
Bekannt sind solche Techniken als Gegenkonditionierung, Aversionstherapie, systematische Desensibilisierung, Extinktion und «Flooding» mehr dazu in den Kapiteln zu Lerntheoretische Verhaltenstherapien und Lerntheoretische Konzepte. Klassische Konditionierung: Der folgende Videoausschnitt zur klassischen Konditionierung mit dem Psychologen Philip G.
Zimbardo zeigt unter anderem Originalaufnahmen von Pawlows Experimenten Video mit Untertiteln versehen an der HfH. Edward L. Thorndike — gilt als Pionier der amerikanischen Lerntheorien Kriz, Seine Lerntheorie begründete die Grundlagen des Behaviorismus: Lernen ist für Thorndyke die Bildung von Assoziationen Verknüpfungen zwischen Stimuli oder Situationen S und Reaktionen R.
Die Assoziationen oder Gewohnheiten werden verstärkt durch die Häufigkeit der Stimulus-Reaktions-Verbindungen Konnektionismus. Basis der S-R-Theorie ist das Lernen durch Versuch und Irrtum trial and error , wobei sich die Reaktionen verfestigen, die belohnt werden. Thorndikes Konnektionismus-Theorie besteht hauptsächlich aus drei Gesetzmässigkeiten: Effektgesetz: Reaktionen auf eine Situation, die belohnt werden, werden verstärkt und werden zu Gewohnheiten.
Zusammenfassung: Behaviorismus
Wichtig ist dabei das zeitgleiche Auftreten Kontiguität. Zusammengehörigkeit : Zusammengehörende Verbindungen verkettete Reaktionen werden leichter gelernt. Übungseffekt : S-R-Verbindungen werden mit Übung verstärkt, und abgeschwächt, wenn die Übung fehlt. Das von Thorndike formulierte Effektgesetz macht den Erfolg des Verhaltens, auf das hin ein angestrebter Zustand eintritt, für die Fixierung der Handlung verantwortlich.
Thorndikes Verdienst aus der Sicht der Behavioristen war es, sich experimentell mit beobachtbaren Verhaltensweisen auseinander gesetzt und weitgehend auf die Verwendung erlebnispsychologischer Begriffe verzichtet zu haben Kriz, Der folgende Videoausschnitt demonstriert das von Thorndyke formulierte Gesetz des Effekts. Eine Katze wird in einen geschlossenen Käfig gesetzt und findet anfänglich per Zufall den Öffnungmechanismus, mit dem sie den Käfig öffnen und ans Futter gelangen kann.
Der Erfolg dieses Verhaltens bewirkt, dass das Verhalten der Katze fixiert wird Video mit Untertiteln versehen an der HfH. John B. Watson — ist der Begründer des amerikanischen Behaviorismus.